Fakultät für Kulturwissenschaften
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Volkskunde / Europäische Ethnologie

Aktuelle Projekte:

Abgeschlossene Projekte:


From Oriental to the Cool City. Changing Imaginations of Istanbul, Cultural Production and the Production of Urban Space (Emmy Noether-Nachwuchsgruppe)

  • Projektleitung: Dr. Derya Özkan (Insitut für Volkskunde/ Europäische Ethnologie der LMU München)
  • Projketmitarbeiter: Özgur Sevgi Göral Ph.D., N.N.
  • Fördergeber: DFG (2011 - 2015)
  • Informationen auf der Webseite der Volkskunde/ Europäischen Ethnologie

Kurzbeschreibung

The research project undertakes a historical investigation of the changing imaginations of Instanbul from 19th to the 21st century, by conductiong an in-depth analysis of the three major discursive regimes characterizing the production of popular culture and of urban space in three historical periods: (1) Instanbul as an Oriental city in the 19th century of imperialism (2) Instanbul as a Third World city of "crude urbanization" in the national developmentalism of the post WW II period (3) Instanbul as a global city in the age of neoliberal globalization. The project investigates the production of these imaginations and asks to what extent the emerging imagination of "cool Instanbul" embraces and contains the three earlier images. Does the imagination of "cool Istanbul" mark a paradigm change in the cultural manifestations of the city within the first decade of the 21st century?

Geteiltes Land, geteilte Familien ? Die Ausreise aus der DDR in die BRD im familialen Gedächtnis von Übersiedler/innen und Zurück-Gebliebenen

Kurzbeschreibung

Das Forschungsprojket widmet sich der naehzu unbearbeiteten Thematik der DDR-Übersiedler-Familien. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass die (familien-)biographische Erfahrung der Ost-West-Migration nicht nur in der individuellen Erinnerung sondern auch im familialen Gedächtnis der Übersiedler-Familien bis heute be- und verarbeitet wird. Ziel ist es, die Wechselwirkungen von individueller und familialer Erinnerung an die Migration und kultureller und familialer Identität zu erforschen. Auf der Basis von Interviews und Familiengesprächen mit Angehörigen von Übersiedler-Familien soll untersucht werden, (1) wie die Ost-West- Migration von den verschiedenen Generationen erlebt wurde und wie die Erinnerung daran im familialen Gedächtnis tradiert wird, (2) wie sich die Ausreise auf die familialen Beziehungen zwischen Ost und West auswirkte und (3) wie sich die Übersiedler/innen heute identifikatorisch verorten.

Ein entsprechendes Pilotprojekt unter Leitung von Prof. Dr. Irene Götz (2008-2009) wurde aus Bonusmitteln/ LMUexzellent finanziert.

Ethnografien erinnerungskultureller Inszenierungspraktiken in Tschechien. Eine praxeologische Forschung zu kollektiven Gedächtnissen und kultureller Nationsbildung im postsozialistischen Europa

  • Projektleitung: Prof. Dr. Irene Götz und Dr. Marketa Spiritova, Elitestudiengang Osteuropa (LMU)
  • Fördergeber: Anschubfinanzierung aus LMUexcellent Bonusmitteln; Habilitationsstipendium der Bayerischen
    Gleichstellungsförderung (BGF) für Marketa Spiritova (10/2013 bis 03/2014)
  • Informationen auf der Website des Instituts für Volkskunde

Kurzbeschreibung

Das mit verschiedenen Institutionen im östlichen Europa kooperierende Projekt untersucht gegenwärtige Prozesse der Konstruktion und Vermittlung erinnerungskultureller Botschaften und Semantiken im postsozialistischen Tschechien. Beispielsweise sind Jubiläumsfeiern, hier des Jahres 2008 („1918“, „1938“, „1948“, „1968“, „1988/89“), die einerseits offiziös im Kontext von Staat und Politik und andererseits als Medienevents im Kontext von Kunst, Lifestyle, Sport und Pop inszeniert werden, zentrale Schnittstellen, an denen sich individuelle Erfahrungen und Praktiken sowie makrokontextuelle gesellschaftliche Diskurse bündeln. Durch symbolische Repräsentationen und rituelle Inszenierungen, z.B. Massenmedien, Schulbücher und Museen, dringen die in Elitendiskursen produzierten Geschichtsbilder, Meistererzählungen und (nationalen) Selbstbilder in alltägliche Lebenswelten hinein und werden hier praxeologisch ausgestaltet. Mittels der Methoden der Teilnehmenden Beobachtung, der Medien- und Diskursanalyse in Städten und Regionen werden solche unterschiedlichen Kontexte dicht beschrieben. Dabei ist zu explorieren, welche national, regional und/oder transnational konnotierten Deutungen welcher Vergangenheitsschichten der politischen und wissenschaftlichen Akteure durch welche Gedächtnismedien konstruiert werden.

Spätmoderne Arbeits- und Lebenswelten

  • Projektleitung: Prof. Dr. Irene Götz
  • Förderung: Gefördert aus Mitteln der Gleichstellungs- und Frauenpolitik des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen, 2009
  • Informationen auf der Website des Instituts für Lernforschung / Volkskunde

Kurzbeschreibung

Die 12 Einzelprojekte von Absolvent/Innen des Instituts für Volkskunde/Europäische Ethnologie gehen auf ein dreisemestriges Lernforschungsprojekt zurück, dessen Ziel es war, Aspekte der Subjektivierung, Flexibilisierung und Entgrenzung von Arbeit und Leben unter postfordistischen Bedingungen in konkreten Feldern mit einer ethnografischen Herangehensweise und besonderem Fokus auf die Akteursperspektiven auszuleuchten. So entstanden Ethnografien und Reportagen zu Ein- und Aufbrüchen. Sie machen deutlich, wie betriebliche Umstrukturierungen sowie eine zunehmende Ökonomisierung und Prekarisierung der Verhältnisse weit über das rein Geschäftliche hinaus in das häusliche Privat- und Familienleben hinein reichen. Die Projektergebnisse erschienen 2010 als Band 7 der Münchner Ethnographischen Schriften (Arbeit in "neuen Zeiten". Ethnografien und Reportagen zu Ein- und Aufbrüchen) sowie in Form von bislang zwei publizierten Magisterarbeiten von Institutsmitarbeiterinnen (Petra Schweiger, Sarah Braun), einschlägige Präsentationen der Projektgruppe auf internationalen Tagungen befinden sich derzeit im Druck.

Mobilität und Mobilisierung. Arbeit im soziokulturellen, ökonomischen und politischen Wandel

Kurzbeschreibung

Als Pilotprojekt einer derzeit konzipierten größeren Feldforschung bündelte eine interdisziplinär ausgerichtete FachtagungDiskussionen um einen erweiterten Arbeitsbegriff, der Arbeit nicht auf Erwerbsarbeit verkürzt, sondern auch andere Formen einbezieht, wie z.B. hier Familienarbeit, bürgerschaftliches Engagement, ehrenamtliche Arbeit und künstlerische Aktionen. Im Zentrum der Tagung standen Verfasstheit, Korrespondenz und Wandlungsdynamiken von Arbeits- und Lebenswelten. Diese Wandlungsprozesse werden mit Hilfe von Begrifflichkeiten wie „Postfordismus“, „Flexibilisierung“, „Prekarisierung“, „Subjektivierung“ oder „multiple Entgrenzungen“ analysiert. Solche Prozesse und Dynamiken werden unter der spezifischen Perspektive von „Mobilität und Mobilisierung“ erhellt. Diese Leitbegriffe umschließen nicht nur zeitliche, sondern auch räumliche, soziale, mentale, psychische und organisatorische Aspekte.

Prekärer Ruhestand. Arbeit und Lebensführung von Frauen im Alter

Kurzbeschreibung

Diese explorative Studie widmet sich einem brisanten gesellschaftspolitischen Problem: der Prekarisierungserfahrung von Frauen im Rentenalter. Wenngleich bekannt ist, dass zunehmend Frauen aufgrund ihrer Erwerbs- und Familienbiografien im Alter materiell nicht abgesichert sind, so wurden doch deren geleistete Formen der Bewältigung
von (drohender) Altersarmut bislang kaum untersucht. Basierend auf biografischen Fallrekonstruktionen, soll vertieft ausgeleuchtet werden, (1) aufgrund welcher biografischer Verläufe und milieuspezifischer Dispositionen Frauen im Alter prekär, d.h. nicht ausreichend abgesichert (mit entsprechenden psychosozialen Folgeproblemen) leben und
wirtschaften (2) welche Formen von „agency“, d.h. Handlungsmacht, sie aufbringen, um ihren Alltag und (drohenden) sozialen Abstieg nach der Rente zu bewältigen.