Fakultät für Kulturwissenschaften
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Vor- und frühgeschichtliche Archäologie

Aktuelle Projekte:

Abgeschlossene Projekte:


Die frühneolithische Siedlung und Kırklareli-Aşağı Pınar (Türkische - Thrakien) - Neue Ansätze zur Entstehung und Etablierung früher landwirtschaftlicher basierter Gemeinschaften in Südosteuropa

  • Projektleitung: Dr. des. Heiner Schwarzberg
  • Kooperationspartner: İstanbul Üniversitesi, Prehistorya Anabilim Dalı (Prof. Dr. Mehmet Özdoğan, Dr. Eylem Özdoğan); Stiftung Preußischer Kulturbesitz Berlin (Prof. DR. h.c. mult. Hermann Parzinger), Deutsches Archäologisches Insitut Berlin, Eurasien-Abteilung und Naturwissenschaftliches Referat (Prof. Dr. Svend Hansen, Prof. Dr. Norbert Benecke, Dr. Reinder Neef), New Bulgarian University, Department of Archaeology (Prof. Dr. Ivan Gatsov, Dr. Petranka Nedelčeva); Christian- Albrechts- Universität Kiel, Insitut für Ökosystemforschung (Dr. Stefan Dreibrodt)
  • Fördergeber: DFG- Projekt für 2 Jahre (ab 2011)
  • Informationen auf der Webseite des Insituts für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie und Provinzialrömische Archäologie

Kurzbeschreibung

Türkisch-Thrakien, der europäische Bereich der Türkei, ist seit jeher teils kultureller Brücke, teils auch Barriere zwischen Ost und West. Das Phänomen dieser Wechselwirkungen ist besonders im Neolithikum, dem Zeitraum der ersten sesshaften Ackerbauern und Viehzüchter, deutlich. Die Siedlung von Kırklareli-Aşağı Pınar, ca. 200 km nordwestlich von Instanbul, deren älteste Schichten in das 7. Jahrtausend v. Chr. datieren, stellt mir ihrer hervorragenden Fund- und Befunderhaltung für diese Periode in Südosteuropa einen besonders wichtigen Platz dar. Ziel des deutsch-türkischen Kooperationsprojektes ist es, die frühesten Siedlungshorizonte des Fundplatzes zu untersuchen, in ein überregionales Bild in Südosteuropa und Kleinasien einzubinden und monographisch vorzulegen.

Die Hügelgräbernekropole von Lăpuş, Region Maramureş, Rumänien, eine Elitennekropole der späten Bronzezeit und ihr Umfeld – Ausgrabung eines funeralen Kultbaus und begleitende naturwissenschaftliche Untersuchungen von Funden und Befunden

  • Projektleitung: Prof. Dr. Carola Metzner-Nebelsick
  • Mitarbeiter: Dr. Michael Peters Institut für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie dun Provinzialrömische Archäologie LMU (Eigenleistung)
  • Kooperationspartner: Muzeul Judeţean de Istorie şi Arheologie Maramureş, Rumänien (Dr. Carol Kacsó); Institut für Archäologie der Kardynal Stefan Wyszyński Universität Warschau (Prof. Dr. Louis Nebelsick); Institut für Vorgeschichte sowie 14 C-Labor der Adam Mickiewicz Universität Poznań, Polen (Łukasz Pospieszny MA; Mateusz Jaeger MA; Prof. Dr. Thomasz Goslar); 14C-Labor der Universität Erlangen; Prof. Dr. Corina Ionescu, Lehrstuhl für Mineralogie, Babes-Bolyai Universität Cluj-Napoca; Prof. Dr. Volker Höck, Department für Geographie und Geologie der Universität Salzburg, Österreich; Prof. Dr. Bill Shotyk, Institut für Geowissenschaften, Universität Heidelberg; Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege Abt. Bodendenkmalpflege, Dendrolabor (Dr. Franz Herzig); Landesamt für Archäologie Sachsen.
  • Fördergeber: Pilotphase 2007: Berufungsmittel sowie LMU-exzellent Bonusmittel für Frauen; danach: DFG-Projekt für 3 Jahre (seit 2008).
  • Informationen auf der Webseite der Vor- und Frühgeschichtlichen Archäologie und provinzialrömischen Archäologie

Kurzbeschreibung

Die Region Maramureş ist auf Grund seiner reichen Ressourcen an Metallen und Salz eine Kernregion der europäischen Bronzezeit. Im Rahmen des Projektes wird erstmals ein mehrphasiger monumentaler Kultbau innerhalb einer spätbronzezeitlichen Hügelnekropole archäologisch erforscht. Fragen von Ritualen im Umfeld spätbronzezeitlicher Bestattungen stehen im Vordergrund der Betrachtung. Ferner werden unter Hinzuziehung naturwissenschaftlicher Analyseverfahren Informationen zu unterschiedlichen keramischen Zierstilen; zur Feinchronologie der Bronzezeit in der Region sowie zu potentiellen bergbaulichen Aktivitäten in den vorchristlichen Metallzeiten erwartet. Mittels botanischer Prospektionen wird ein Beitrag zur Vegetationsgeschichte und zu anthropogenen Faktoren der vorgeschichtlichen Landschaftsgestaltung gewonnen.

Pilotprojekt zur Erschließung der Vorgeschichte Grünwalds

  • Projektleitung: Prof. Dr. Carola Metzner-Nebelsick
  • Projektmitarbeiter: Kathrin Kröning M.A., Simone Reuß M.A.
  • Kooperationspartner: Gemeinde Grünwald, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege
  • Finanzierung: Drittmittelprojekt finanziert durch die Gemeinde Grünwald (2011-2014)
  • Informationen auf der Website der Vor- und Frühgeschichtlichen Archäologie

Kurzbeschreibung

Drei ausgewählte Fundstellen mit jeweiligem Schwerpunkt in der Mittelbronzezeit und/oder der Urnenfelderzeit im Süden von Grünwald stehen im Fokus des Projektes. Dabei handelt es sich um Altgrabungen vom Beginn des 20. Jahrhunderts als auch um Rettungsgrabungen der jüngeren Vergangenheit. Ziel des Projektes ist es einen Beitrag zur Erschließung der Vorgeschichte Grünwalds im Zeitfenster der Mittleren Bronzezeit bis zur Urnenfelderzeit zu leisten, da insbesondere in diesem Zeitraum das Gebiet in und um Grünwald ein sehr beliebter Besiedlungsraum war.

Das Projekt umfasst die noch andauernde Restaurierung und Konservierung von Funden, die im Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege durchgeführt wird. Die Materialaufnahme und zeichnerische Erfassung ausgewählter Funde sowie die archäologische Bearbeitung und Auswertung erfolgt seit Dezember 2011 an der LMU.

Transalpine Mobilität und Kulturtransfer. Erstellung eines Isotopenfingerabdruckes für bioarchäologische Funde, insbesondere Leichenbrand, und seine Applikationen auf archäologisch-kulturhistorische Fragestellungen in der Spätbronze- bis Römerzeit

  • Leitung: Prof. Dr. Gisela Grupe (Direktorin der Staatssammlung für Anthropologie und Paläoanatomie)
  • Fördergeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (für drei Jahre)
  • Informationen auf der Website des ArchaeBioCenter

Kurzbeschreibung

Wanderungsbewegungen und Handel sind wesentliche Faktoren für die menschliche Bevölkerungsentwicklung und für den Kulturtransfer und können zur Entstehung gänzlich neuer soziokultureller Systeme führen. In diesem am ArchaeBioCenter der LMU angesiedelten Verbundprojekt werden menschliche Migration und der Austausch von Kulturgütern im Alpenraum und dem nördlichen Alpenvorland von der Spätbronze- bis zur Römerzeit erforscht. Die Forscher werden dabei erstmals systematisch Überreste von Toten nach Brandbestattungen - den sogenannten Leichenbrand - untersuchen und detailliert mineralogisch charakterisieren.

Frau Prof. Dr. Metzner-Nebelsick ist an der Forschergruppe mit einem eigenen Modul "Mobilität und soziale Dynamik in Südbayern und im Nordtiroler Inntal in der Urnenfelderzeit (13.-9. Jh. v. Chr.)" beteiligt.

Lehrgrabung Ilmendorf - frühbronzezeitliche Siedlung und mittelbronzezeitliches Hügelgräberfeld

Im Rahmen der geplanten Erweiterung eines Firmengeländes nahe Ilmendorf sind Bodeneingriffe im Bereich eines bereits länger bekannten mittelbronzezeitlichen Hügelgräberfeldes geplant. Elf Hügel, die sich ursprünglich in einem kleinen Waldgebiet befanden, sowie ein südwestlich anschließendes ausgedehntes Areal wurden bereits 2008/2009 archäologisch untersucht. Am 1. August 2011 begann das Institut für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie und Provinzialrömische Archäologie der Ludwig-Maximilians-Universität München im Rahmen einer achtwöchigen Lehrgrabung des Bachelor-Studienganges „Archäologie Europa und Vorderer Orient“ mit der Freilegung und Dokumentation der gefährdeten Befunde. Das Grabungsteam, das vom BLfD und der Archäologischen Staatssammlung München unterstützt wird, umfasst mehrere Spezialisten, so dass den Studenten neben der Grabungstechnik auch Grundlagen von Vermessungstechnik, Fundbergung, grabungsbegleitender Konservierung, Restaurierung und Bodenkunde vermittelt werden können.

Ein außergewöhnliches Grab der Frühbronzezeit mit Zinnpereln aus Bayerisch-Schwaben

  • Leitung: Prof. Dr. Carola Metzner-Nebelsick
  • Fördergeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (für ein Jahr)