Fakultät für Kulturwissenschaften
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Provinzialrömische Archäologie

Aktuelle Projekte:

Abgeschlossene Projekte:


Severisches Kastell Gheriat el-Garbia (Libyen) – Archäologisch-naturwissenschaftliche Untersuchungen an der römischen Reichsgrenze im nordwestlichen Libyen und in Südtunesien (sog. limes Tripolitanus)

  • Projektleitung: Prof. Dr. Michael Mackensen
  • Kooperationspartner: Department of Archaeology, Tripolis (Dr. S. al-Agab, I. Chatanash und M. Turjman)
  • Projektmitarbeiter: Dr. F. Schimmer, S. Schmid M.A. (Universität München); M. Weber M.A. (Universität Reading), Prof. Dr. J. Eingartner (Universität Augsburg), Prof. Dr. R. Haensch (Deutsches Archäologisches Institut München), Dr. H.-Chr. Noeske (Universität Frankfurt a.M.), Dr. M. Stephani (TU München), Prof. Dr. W. Hübner (Hochschule München), Dr. S. Seren (Zentralanstalt für Meteorologie u. Geodynamik, Wien), Dr. M. Eineder (Deutsches Zentrum für Luft- u. Raumfahrt, Oberpfaffenhofen-Weßling), PD Dr. G. Schneider (FU Berlin), Dr. M. Daszkiewicz (Fa. Archea, Warszawa), Dr. A. Scharf (Universität Erlangen-Nürnberg), Dr. N. Pöllath, PD Dr. W. -R. Teegen (Universität München), Dr. J. Morales (Universität Las Palmas). C. Cartwright (British Museum, London), Prof. Dr. J. Peters (Universität München), Dr. S. Ziegler (Universität Jena)
  • Fördergeber: LMUexcellent 2009/10, Eleonora-Schamberger-Stiftung (2011/12), DFG (2012-2014)
  • Informationen auf der Webseite der Vor- und Frühgeschichtlichen und Provinzialrömischen Archäologie

Kurzbeschreibung

Das internationale Forschungsnetzwerk untersucht die römische Reichsgrenze des späten 2. bis frühen 5. Jahrhunderts am ca. 800 km langen limes Tripolitanus im nordwestlichen Libyen und in Südtunesien. Angewandt werden archäologische Feldforschungsmethoden (Prospektion, Ausgrabung, Analyse des Fundmaterials) und modernste naturwissenschaftliche Prospektions-, Vermessungs- und Dokumentationstechniken unter Verwendung optischer Satellitenbilder und Satellitenradardaten. Im Mittelpunkt des Teilprojekts 1 steht das 300 km südlich von Tripolis am Rand der Steinwüste Hamada al-Hamra gelegene Oasen-Kastell Gheriat el-Garbia.

Spätrömisches Kastell Praesentia (?)/Nag el-Hagar (Oberägypten)

  • Projektleitung: Prof. Dr. Michael Mackensen
  • Kooperationspartner: Dr. M. El-Bialy (Supreme Council of Antiquities Aswan), Dr. C. von Pilgrim (Schweizerisches Institut für Ägyptische Bauforschung und Altertumskunde Kairo)
  • Projektmitarbeiter: Dr. R. Franke, Dr. F. Schimmer, Dr. M. Sieler (Universität München), Dr. M. Stephani (TU München), Dr. H.-Chr. Noeske (Universität Frankfurt), Prof. Dr. S. Richter (Universität Münster), Dr. A. von Kienlin (ETU Zürich)
  • Fördergeber: Gesellschaft der Freunde u. Förderer der LMU München (2005), Gerda Henkel Stiftung (2006, 2008-11), Eleonora Schamberger Stiftung (2008, 2011-2013)
  • Informationen auf der Webseite der Vor- und Frühgeschichtlichen und Provinzialrömischen Archäologie

Kurzbeschreibung

Das spätrömische Kastell liegt nördlich des 1. Katarakts bei Assuan am Ostufer des Nil, nahe der Südgrenze der spätantiken Provinz Thebaïs, die ab 298 n. Chr. auch die südliche Reichsgrenze bildete. Exzeptionell ist die bereits 1984 bis 1989 freigelegte Palastanlage, die mit der Anwesenheit des römischen Kaisers Diokletian in Verbindung gebracht wurde. Untersucht werden seit 2005 die Wehranlagen und die noch erhaltene älteste Innenbebauung (Mannschaftsunterkünfte und Stabsgebäude) sowie die Keramik, die Aussagen zur garnisonierten Truppe und zum Erbauungszeitpunkt des Kastells ermöglichen.

Trajanische Brücke über die Medjerda in Simitthus/Chemtou (Nordwesttunesien)

Kurzbeschreibung

Unter den antiken Bauwerken der durch die Steinbrüche des numidischen Marmors berühmten Stadt kommt der 112 n. Chr. vom römischen Heer erbauten Brücke über die Medjerda besondere Bedeutung zu. Sie war eine der größten Brücken im antiken Nordafrika, die im frühen 4. Jahrhundert zerstört wurde. Die Brücke wurde in den Jahren 1985 bis 1993 von U. Hess (gestorben 2006) zeichnerisch dokumentiert und rekonstruiert. Aufbauend auf der vorhandenen Dokumentation aus dem Nachlass soll diese vergleichend eingeordnet werden.

Spätantike Feinkeramikproduktion in Nord- und Zentraltunesien

Kurzbeschreibung

Bei Tebourba im Hinterland von Karthago liegen mehrere Töpfereizentren, in denen vom 4. bis 7. Jahrhundert n. Chr. hochwertiges Tafelgeschirr (Sigillata) und Lampen nicht nur für den regionalen Markt, sondern auch für die Verhandlung im Mittelmeerraum produziert wurden. Nach der Prospektion und der Untersuchung von El Mahrine werden nun die Formen- und Dekorspektren der Töpfereien von Bordj el-Djerbi und Henchir el-Biar zusammen mit archäometrischen Analysen – im Vergleich mit den zentraltunesischen Produktionszentren – bearbeitet.

Römisches Grenzkastell Submuntorium/Burghöfe a. d. Donau (Bayern)

Kurzbeschreibung

Der römische Fundplatz Submuntorium/Burghöfe (Gde. Mertingen, Lkr. Donau-Ries) liegt auf  einem Hochterrassenplateau und einem anschließenden Geländesporn über dem Donau- und Lechtal und wird durch mehrere militärische Anlagen der frühen bis späten Kaiserzeit geprägt. Im Zentrum des Projekts steht die feldarchäologische Untersuchung des in schriftlichen Quellen erwähnten spätrömischen Kastells, das um 300 n. Chr. an der Reichsgrenze errichtet wurde und bis ins frühe 5. Jahrhundert bestand sowie der zugehörigen vicusartigen Siedlung im Vorfeld.

Das tetrarchische Kastell Nag al-Hagar in der Provinz Thebais (Oberägypten) – Auswertung von Survey und Ausgrabungen 2005–2013